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Der Weg nach vorn. Die Zukunft der Informationsgesellschaft

Der Beginn einer Revolution

Mit 13 Jahren schrieb Bill Gates sein erstes Softwareprogramm

„Das Internet von heute lässt das interaktive Netz von morgen nur erahnen“, sagt Bill Gates in seinem Buch aus dem Jahre 1996.

„Alle Computer werden zusammengeschlossen. Sie werden mit uns und für uns kommunizieren. Weltweit werden sie ein interaktives Netz bilden, das als Informations-Highway oder Datenautobahn bezeichnet wird.

Informationswerkzeuge sind symbolische Vermittler, die nicht die Muskeln, sondern den Intellekt ihrer Benutzer stärken. „Dieses Terminal hatte keinen Bildschirm. Zum Spielen, tippten wir unsere Züge auf einer Tastatur ein und warteten, bis die Ergebnisse auf einem ratternden Drucker ausgegeben wurden. Dann rannten wir hin, um zu sehen wer gewonnen hatte. Ein Spiel, das mit Papier und Bleistift vielleicht eine Minute dauerte, konnte auf dem Computer fast die ganze Mittagspause andauern. Aber das war uns egal. Die Maschine war für uns etwas ganz Tolles.”

Motive, Gefühle und Gedanken, die bewegen

Wer Menschen kennen lernen möchte kann dies durch seine Berufswahl bestimmen oder er liest Biografien. Dieses Buch ermöglicht einen tiefen, gründlichen Einblick in die Gedankenwelt von Bill Gates. Wer Einblick in komplizierte Softwareentwicklung nehmen möchte, der liest dieses nüchterne Buch. Der junge Bill Gates sagt, dass er mit seinem Buch keine Biografie schreiben wolle. Dies würde er als Rentner vielleicht nachholen. Aber er schreibt sehr viel hinein von seinen Gedanken, Gefühlen und Motiven, die ihn bewegen epochemachende, weltbewegende Entwicklungen zu verwirklichen. Gründlich wird sichtbar, wieviel Mut, Kraft, Aufwand und Mühe es macht, für die Menschheit Außerordentliches, ganz Außergewöhnliches zu entwickeln. Die Zeit war schicksalhaft reif für die Entwicklung des vernetzten Universums.

NordComp war von Anfang an dabei

Wir bei NordComp hatten 1991 unseren Geschäftsanbau fertiggestellt. Unser Computergeschäft boomte. Wir machten den Personal Computer, den PC populär. Mit Windows 3.11 hatten wir begriffen, dass Netze und Windows funktionieren können. Mit Windows 95 war es entschieden, dass Schulen, Familien und Kinderzimmer vernetzt würden. Windows eroberte die Welt. Microsoft gab uns Werkzeuge wie Word, Excel, PowerPoint. Wer etwas mehr wollte, wagte sich an das großartige Datenbanksystem Access. Es gab vortreffliche Multi-Media, Musik, Paint und Solitär, und vieles zum Spielen.

Wie unerhört mühsam war es, qualifizierte Büro-Fachkräfte auf Word-Textverarbeitung umzuschulen. Die Kugelkopf-Schreibmaschine von IBM galt als höchstentwickelte Büroausstattung. Sie verschwand alsbald im Nirvana der Vergänglichkeit, als Irrtum der Technik. Die IBM-Buchhaltung war das Beste was es für den PC gab. Wir hatten sie und führten erste Buchhaltungsseminare durch. Microsoft kreierte das Erste brauchbare Office-System für Jedermann.

Die Preise der ersten PC’s sanken von 20.000 DM moderat auf 1.000 Mark. Prozessor-Generationen kamen und gingen so schnell, wie sie von immer neuen, schnelleren überholt wurden. Es gab Buchhaltungen, die nicht mehr alle Stunde abstürzten. Speicher wurden größer. Bald gab es Festplatten für weniger als 5.000 DM. Jeder, der sie kaufte, wagten sich an neue Herausforderungen und Ausstattungen. Es waren diese Pioniere, die den Fortschritt bezahlten. Die Kommunikationsrevolution hatte begonnen. Und wir waren mit unseren Kunden und NordComp mitten darin.

Erster Detektorempfänger unter der Bettdecke

Detektor heißt Entdecker. Als Kind habe ich, in den 1950er Jahren, mit Murmeln, Oblaten und Margarine-Bildern, einen Detektor-Baukasten eingetauscht. Nachts, wenn alle schliefen, stocherte ich unter der Bettdecke mit der Nadel auf dem Kristall herum. Neben dem Knacken konnte ich Radio Kopenhagen (Dänemark), auf der Langen Welle, hören. In der Nähe von Kiel füllt Kopenhagen die gesamte Bandbreite aus. Am kürzeren Ende der Langwelle ist bis heute Deutschlandfunk zu hören. Obwohl ich kein Wort dänisch verstehe, hörte ich diese Stimmen, als kämen sie vom Ende der Welt.

Deutscher Kleinempfänger mit wirkungsvoller Rückkopplung

Wenig später wurde ich Spezialist für Reparaturen des „Deutschen Kleinempfängers (DKI)“. Dies ist ein epochemachender Empfänger für Mittel- und Langwelle. Ausgestattet ist er mit einer Doppelröhre aus Pentode und Triode. Zusätzlich hat das Gerät eine Gleichrichterröhre. Die Triode ist niederfrequenter Vorverstärker und die Pentode ist leistungsfähiger Endverstärker. Der DKE wurde Vorbild für alle Radios, die folgten. Sie hatten mehr “Kreise” und bessere Lautsprecher.  Die “Rückkopplung” des einen Kreises machte beim DKE die Lautstärke. Bei Übersteuerung pfiff das Gerät.

Der größere Bruder des DKE trug den Namen „Volksempfänger 301“. Er galt als etabliertes, besseres Gerät, weil er drei Röhren hatte. Der VE301 war früher entwickelt und beliebt. Ich verkaufte den DKE for 20 Mark und den 301 für 30 Mark. In Zahlung nahm ich gern defekte Geräte. 

Doppelüberlagerungsempfänger für bessere Trennschärfe und automatische Seenotfunk-Sende- und Empfangsanlagen lernte ich bei Hagenuk in Kiel kennen. Ich war 23 Jahren alt, als ich Schleswig-Holstein verließ, um bei Leybold in Köln Grundlagen von Naturwissenschaften in der ganzen BRD populär zu machen. Mein Vater musste wohl 30 defekte DKI und 20 defekte Volksempfänger VE301 aus meinem Bestand sowie einige Radios im Elternhaus entsorgen. Dies war mein erstes Geschäft, das ich in Kindheit und Jugend begonnen hatte.

Der Weg nach ganz vorn ist noch weit

Telefon von 1911

Heute wissen wir, dass das Smart-Phone das Rennen gemacht hat. Wer konnte ahnen, was aus den einst klobigen, teuren Autotelefonen, die in Kofferräume passten, werden würde. Die Entwickler der Halbleiterelektronik machten es möglich. Mühsam erlangte Erkenntnisse von Radio-, Fernseh-, Telefon, Computer- und Datentechnik verschwanden allesamt im kleinen, flachen Smartphon.

Neue Betriebssysteme, Datennetze wurden entwickelt. Heute bieten Internet, Facebook, WhatsApp, Instagram, Google oder Andere die Werkzeuge. Wir wissen noch nicht, was daraus wird. Alle schönen Fotos, die wir mit unserem Handy aufnehmen, speichern wir in Gigabyte-Speicher auf dem Handy oder auf OneDrive. Heute feiern wir Bildtelefon, Videokonferenz als moderne Neuerung.

Jedem Menschen sein eigenes Rechenzentrum. Microsoft überrascht uns mit Azure

Die neue Revolution in Kommunikationstechnik und Bürowirtschaft steht bevor. Sie heißt Azure. Im Himmel oder in den Wolken entstehen riesige Rechenanlagen. Jeder einzelne Mensch auf Erden ist schon heute in der Lage, für sich dort ein kleines Rechenzentrum einzurichten, so groß wie er es braucht. Als GRUNDAUSSTATTUNG bietet Microsoft einem Benutzer 32 Hochleistungs-PC’s mit je 1 TB Speicher und zahlreiche Server für jeden Zweck. Der Nutzer entscheidet wie die Leistung abgerechnet wird. Vorerst bietet Microsoft 1 Jahr KOSTENFREIE NUTZUNG. Danach wird auf nutzungsorientierte Kostenrechnung umgestellt oder Sie erhalten kostenfreie Nutzung, die über Werbung von Anbietern bezahlt wird. Mit riesigem Aufwand wird dafür gesorgt, dass der Datenbestand vor jedem Missbrauch, auch vor Staats- oder Polizeimissbrauch, geschützt ist. Dies sind die großen, wahren Herausforderungen der nahen Zukunft.

Warum es so teuer ist, ein Smart-Phone aufzuladen

Sollte es uns nicht gelingen unsere Computer mit Strom zu versorgen oder unsere Smart-Phones aufzuladen, werden wir einsam auf uns allein gestellt sein.

Als Rentner studiere ich Künstliche Intelligenz (KI)

Seit 2 oder 3 Jahren experimentiere ich mit Künstlicher Intelligenz. Im Frühjahr 2020 hat mich das versehentlich etwas Geld gekostet (das meiste bei Microsoft). Ich will weiterhin schreiben. Besonders in Führungsebenen sind Kenntnisse von interaktiver Kommunikation meist noch völlig unbekannt. Einzig der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika (USA), Trump, ist gegenteiliges Beispiel. Vielleicht wird Politik in einigen Jahren Politik auch bei uns so aussehen. Das Gerede in Politik muss sachlicher und kompetenter werden. Das Ehrenamt wird politisch nicht beachtet, eher belächelt. Einzig KI kümmert sich um Meinungen. Darüber zu schreiben und damit zu arbeiten, wird mir weiter Freude machen. Wenn Ihnen das als Leser und Beteiligter gefällt, dann bitte ich Sie, mich oder meine Frau mit ihrem Sozialverband oder ihrem Theater- und Konzertbus zu unterstützen. Es geht die Warnung an die Welt:

Jeder kann wissen, wie verletzlich wir geworden sind

Stromausfall und Wirtschaftsnot können dem Netz sofort ein Ende setzen.

Dieses Buch von Bill Gates sollte in Kinderzimmern ausgelegt werden, gleich neben den Fantasie-Romanen. Man kann getrost Aufklärung damit betreiben, wohl wissend, wie nüchtern Wirklichkeit ist. Jeder muss lernen, was mit Technik möglich ist.

Ellerauer Schulkinder 2004 bei DESY in Hamburg

Kinder kümmern sich um Wahrheit

Olivia Meyer und Rolf Schröder inmitten der Ferienpass-Lerngruppe der Grundschule Ellerau, bei DESY im Rechenzentrum 1994

Wahrheit ist korrekte Beschreibung von Natur

Alle Naturwissenschaften überzeugen mit bewiesenen Tatsachen. Pedro Waloschek sagt: „Wirklichkeit bleibt uns für immer verborgen.” Möglichkeiten, Natur zu beschreiben, sind allzu begrenzt. Niemand kann komplizierte Vorgänge so einfach darstellen, wie Pedro Waloschek. Medien, Presse und Politik jedoch überbieten sich heute leidenschaftlich mit unbewiesenen Annahmen, Mutmaßungen und Thesen.

Der Schlüssel zur Physik, von Pedro Waloschek, ein Nachschlagewerk

Die Schließfächer der kleinsten Teilchen, in Atom und Kern-Physik, sind im DESY in Hamburg weit geöffnet. Riesige Speicherringe und lineare Beschleunigungsstrecken sind in Betrieb. Als Nächstes wird die Menschheit die Welt der kleinsten Lebewesen erkennen und sie zuverlässig erforschen.

Dieses Buch beschreibt präzise den heutigen Wissensstand von Festkörper- und Teilchenphysik. Dies kann ein wichtiges Nachschlagwerk sein sowie eine verständliche Lektüre für Wissbegierige.

Pedro Waloschek ist Autor oder Koautor von etwa 100 wissenschaftlichen Veröffentlichungen. Von 1968 bis 1994 war er einer der “leitenden Wissenschaftler” am Forschungszentrum DESY in Hamburg. Er war engagierter Forscher, Leiter für Öffentlichkeitsarbeit und Chef des Besucherzentrums DESY. In den 1980er Jahren waren wir gemeinsam bemüht, Zeichensätze für physikalische Formeln unter Word-Star zu entwickeln.

Experimente sind Grundlage physikalischer Erkenntnisse

Pedro Waloschek
Pedro Waloscheck

Experimente bilden die Grundlage aller physikalischen Erkenntnisse. Gut überlegtes Messen führt zu verschiedenen Annahmen. Für jedes gefundene Gesetz wird gleich ein Gültigkeitsbereich festgelegt. So kann es, bei unterschiedlichen Bedingungen, verschiedene Erkenntnisse geben. Diskussionen darüber sind sehr interessant und begeistern unsere Erlebniswelt. So hat Albert Einstein (1879 – 1955) festgestellt, dass die klassische Mechanik nach Isaak Newton (1643 – 1722) bei hohen Geschwindigkeiten nicht mehr gelten kann. Naturwissenschaft kommt zu immer neuen Erkenntnissen.

Für Arbeit am Computer gilt dies gleichermaßen: Was liegt näher, als Experimente vom Computer ausführen zu lassen? Immer genialer wird Software gemacht und schafft selbsttätig neue Lösungen: Künstliche Intelligenz (KI).  Zeit hat für alle Beobachter die gleiche Größe, aber ganz unterschiedliche Einteilung. Die Lage der Körper im Raum spielen eine Rolle. Jedes Kind weiß, dass Australien, Europa oder Amerika unterschiedene Zeitenrechnungen haben.

Die Kinder erarbeiten Themen am Computer für Arbeit im Rechenzentrum DESY-Hamburg.

Kolloquium in der Werkstatt bei NordComp
Ausführung der Arbeit bei NordComp

 

Alles nur Theorie? Einsteins vierte Dimension E²=p²/E

Bei Leybold ermöglichten wir einen Versuchsaufbau zur Messung der Lichtgeschwindigkeit im Klassenzimmer. Die Geschwindigkeit des Lichts ist seltsam. Unter allen Bedingungen ist sie immer gleich groß. Deshalb hat die Geschwindigkeit des Lichtes bei Berechnungen immer den Wert „1“. So spricht man bei 90 % Lichtgeschwindigkeit, von 0,9 Lichtgeschwindigkeit. Zeit und Raum sind auf eine sonderbare Weise miteinander verknüpft. Energie und Masse können ineinander übergehen. Masse kann in Energie verwandelt werden. Seit Zündung von Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki weiß jedes Kind, dass aus Masse Energie werden kann. Masse wächst mit zunehmender Geschwindigkeit. Bei Lichtgeschwindigkeit ist sie unendlich groß. Alles ist an die jeweiligen Umstände gekoppelt. Albert Einstein ist Entdecker der Relativitätstheorie. Ein Ende von neuen Erkenntnissen ist nicht abzusehen.

Zeitgemäß, mit Sprechfunk, verständigten sich die Teilnehmer auf der Fahrt zum DESY im Jahr 1994. Wenig später wurde uns unser schöner NordComp-Bus in Quickborn gestohlen. Es war die Original Last Edition, von der VW nur 1200 Stück zum Abschluss gefertigt hat. Wer eine solche besitzt, möge sie mir zurückgeben. Niemals hätten wir dieses Fahrzeug verkauft. vielleicht kann http://www.nordcomp.ru uns dabei helfen.
https://www.nordcomp.ru/ Wer hat unseren NordComp-Bus gestohlen? Wer benutzt unseren Namen ohne unsere Zustimmung? NordComp Russland existiert, seit unser Bus weg ist. Helft uns bei der Einrichtung unseres Digitalmuseums Ellerau!!

Das größte Stahlwerk der Welt aus Dortmund-Hörde wurde nach China verkauft

Als die Chinesen in Dortmund ein ganzes Stahlwerk einpackten, war das ein Symbol für die Globalisierung. Jetzt ist die Stahlkrise auch in Fernost angekommen. Ein Besuch in der alten Westfalenhütte.

Viele Jahre war die WESTFALENHÜTTE idyllisch im Wald gelegen

Wer aus dem Sieger- oder Sauerland auf der A1 nach Dortmund hinunter fuhr, sah den riesigen Hochofen langsam in den Wäldern verschwinden. Das modernste Stahlwerk der Welt lag da, wie eine Idylle und verschwand schließlich. Wie oft bin ich dort gefahren? Niemals habe ich ein Foto gemacht, von diesem Weltwunder. Nachdem ich vor 40 Jahren aus Dortmund weggezogen bin, wurde der Hochofen – noch heiß – mit allen Erinnerungen, Büros und Unterlagen an den chinesischen Käufer ausgeliefert. Der Stahlhersteller SHAGANG erwarb die WESTFALENHÜTTE und verschiffte sie komplett nach China. Dies war der größte Umzug in der Industriegeschichte, weltweit. 

Heute ist dort ein Freizeit-See zu finden. Nichts deutet mehr auf die lange Geschichte des Stahls hin, die mit den Erzgruben bis ins Siegenland eng mit Dortmund und der Stahlerzeugung verbunden waren. Der STERN berichtet ausführlich.

Wie kann die Westfalenhütte aus Dortmund in China in die Krise schlittern? (STERN)

Lesen sie den erschütternden Bericht hier. 

Wohnst du noch oder siedelst du schon in Schleswig-Holstein

Schülerinnen des Dietrich Bonhoeffer Gymnasiums überreichen ihr Gastgeschenk für den Deutsch-Französischen Schüleraustausch mit Rouen, Bretagne

Investment und “Leistung des Einzelnen

WOHNUNGSNOT war das meistgebrauchte Wort in den 1950er Jahren. Ab 1942 war die Beseitigung von Wohnungsnot beherrschendes Thema in Schleswig-Holstein. Am Rande der zerstörten Städte entstanden Elendsquartiere für Ausgebombte, Kriegsgefangene, Straf- und Fremdarbeiter. 1943 fanden Hamburger Wohnraum in Gartenanlagen der kleinen Randgemeinden. Nach Kriegsende wurden Heimatvertriebene und Flüchtlinge systematisch in jeden Wohnraum zwangsweise einquartiert. Es wurde kommandiert, so als hätten Menschenrechte keine Existenz. In Gemeinden waren Versammlungsräume, Gaststätten, Turnhallen und Kirchen massenhaft belegt. Es herrschte Hungersnot und Elend. Die Winter waren in den 40er Jahren, bis in die 50er, eisig kalt.

Heute besteht wieder Wohnungsnot

Schon währen des Krieges und ab 1945, bis in die 50er Jahre wurden mehr als 1,8 Millionen Menschen in Schleswig-Holstein angesiedelt. In der Ellerauer Heide und in Ellerau fanden Ausgebombte aus Hamburg, Vertriebene, Flüchtlinge, Umsiedler und ausgewiesene aus groß Deutschland, Sudetenland, Polen Unterkunft. Auch Bayern schickte seine Flüchtlinge nach Schleswig-Holstein. Es ist ein Weltwunder, dass sie alle in Schleswig-Holstein Raum fanden. Notunterkünfte, Baracken und Behelfsheime waren vorhanden oder wurden angelegt.

Unmittelbar nach dem Kriege gab es in Ellerau keine handlungsfähigen, heimische Männer mehr. Mehr als 100 Männer fielen im Krieg. Nur wenige überlebten Kriegsgefangenschaft und kamen als HEIMKEHRER gebrochen nach Hause. National eingestellte Männer mussten sich überall verbergen. In der polnischen Zone wurden alle Deutschen ausgewiesen. Die menschenleer gewordenen Arbeits- und Kriegsgefangenenlage sowie vorhandener Wohnraum, Sporthallen, Gaststätten wurden zwangsweise belegt. Es gab Mängel in der Verwaltung, sodass die Ellerauer-Heide an Quickborn angegliedert wurde. Dies ist europäische und deutsche Geschichte der letzten 76 Jahre für Millionen Menschen in Mitteleuropa.

Allein in Ellerau stieg die Einwohnerzahl von einige wenige hundert auf sechstausend Menschen. Heute wird nur noch Ansiedlungspolitik im Bereich Firmenansiedlung gemacht. Am Tanneneck-Bahnhof entstand aus dem Meier-Hof das Ellerauer Industriegebiet. Heute entstehen nur noch Gewerbegebiete in Schleswig-Holstein.

Siedler besiedeln neue Landstriche

Siedler sind es, die freies Land fruchtbar machen. Umsiedler sind meist gewaltsam eingegliedert worden. Wie aufgehoben fühlt sich jemand, der – Leben und Leiden seiner Väter und Vorväter im Blick – eine Familie für Zukunft gegründet hat und nach vielen Jahren unerwünscht ist?

Wie wird Heimatrecht und Wohnrecht entschieden? Heimat ist mit Grund und Boden und Region verbunden. Wie fühlt sich ein Mieter, wenn er nach Jahren seine Wohnung nicht mehr bezahlen kann? Hat er sich Heimatrechte erworben? Siedeln heißt, mit Wenn und Aber sesshaft werden, sich anpassen, eingliedern und sich abfinden wollen mit Nachbarschaft, verschiedensten Umständen, wie Wind, Wetter, Sturm und Hochwasser. Der Staat ist verpflichtet, Lebensweise und Kultur seiner angestammten Bewohner zu schützen.

Städter sind als Einwohner gezählt, sie siedeln nicht

Unzufriedenheit macht sich breit, wenn minderbemittelte benachteiligt sind. Wohnen ist Dasein und ein Vorrecht. Eigentum erst erhebt Ansprüche. Ansprüche werden gegen Leistung bezahlt und durchgesetzt. Ist Wohnen zu überliefertem Anrecht geworden? Erst Besitz ist Eigentum.  Ein armer Mensch profitiert nicht von Wertsteigerung bei Wohnraum oder bei Geldentwertung. Soziale Unterschiede spalten die Gesellschaft. Soziale Ungleichheit wird größer.

Dienstleistung des Einzelnen muss wieder gefördert werden

Das Management sorgt für sich selbst, wird hoch bezahlt. Management und Investor sind das Maß der Dinge geworden. Das Management glaubt daran, alles richten zu können. Sogar Bürgermeister streben Gewinne an werden zu Geschäftsleuten. Sie bauen Abhängigkeiten auf und machen nicht frei. Erst durch Börsencrash, Fehltritte, Misserfolge und Missgeschicke erfahren Unternehmer, dass sie nicht allmächtig und allwissend sind. Dieses geschieht auf dem Rücken von Minderbemittelten. Den Schaden bei Pleiten bezahlt jeder einzelne Einwohner.

Das System Investor verhindert Eigenleistung

Geschäftemacher ersetzen Eigenleistung und Verantwortung. Der Investor wird Großmeister für Wohnraum. Städte und Gemeinden treten als Investoren auf. Stadt und Gemeindeordnungen erklären die Aufgaben des Gemeinwesens. Sie erbringen vorsätzlich Leistungen, die Gewinn erwirtschaften sollen. Erfolgreiches Gemeinwesen will Geld zu verdienen. Beispiele sind Verstaatlichung von EDV und Kommunale Gesellschaften, wie Schwimmbäder, Energieanlagen und Stadtwerke. Sie leisten sich teure Vorstände. Hier sind die gemeint, die viel Geld VERDIENEN mit denen, denen sie DIENEN sollen. Der Lasttragende ist der Bürger, der sich nicht frei machen kann. Die Folge sind soziale Ungleichheiten. Zentrale Leistungen fördern Monopole, erschweren Eigeninitiativen und verteuern Leistungen. Damit wird nicht nur der Wohnungsmarkt überteuert. Die Folgen sind Verständnislosigkeiten und soziale Ungleichheit. Psychische Krankheiten sind auf dem Vormarsch.

Leistung des Einzelnen kann gefördert, muss wieder belohnt werden …

Der soziale Wohnungsbau ist fast völlig zum Erliegen gekommen. Die staatlich geförderten Wohnungsbaugesellschaften endeten in grotesken Misswirtschaften und Skandalen und Pleiten. Für den minder bemittelten Bürger bleibt Hoffnungslosigkeit und Ausweglosigkeit. Ein Umdenken muss stattfinden: Jedem Menschen sein eigenes Heim, mit Energie, Kraftfeld und Kraftwerk.

Siedlungen wurden gebaut

Mehr als 1,8 Millionen Menschen fanden Wohnraum in Schleswig-Holstein. Der Staat legte für Wohnungsbau Notprogramme auf. Beispiele sind die Siedlungen in Bordesholm und Flintbek, die noch während des Krieges entstanden. Kleinsiedlungen mit Stallungen und großen Gärten zur Eigenversorgung wurden nach dem Krieg für Flüchtlinge bereitgestellt. Ein beispielloses Siedlungs- und Neubauprogramm wurde in allen Kommunen und Städten gestartet. Die Bunderegierung legte Förderprogramme für Wohnungsbau auf und baute Sozialwohnungen. Jeder trug seinen Anteil. Die Gesellschaft war solidarisch.