Mehr als eine Milliarde Menschen haben keinen Zugang zu preiswerter Energie
“Irgendwie traurig” ist Greta Thunberg (16) im Hambacher Forst. Sie ist entsetzt, wie dort Strom erzeugt wird.
Bill Gates: Die Verbesserung des Zugangs zu Elektrizität ist entscheidend, um Menschen zu helfen, sich aus der Armut zu befreien. Deshalb investiere ich in Innovationen, die die Welt verändern können. Arm zu sein ist nicht billig. Es ist hundertmal teurer, Ladestationen zu benutzen, als ein Telefon zu Hause aufzuladen.
Wenn zu Hause kein Strom ist, müssen Anwender von Smart-Phons in ein örtliches Geschäft gehen, um es aufzuladen. Dafür zahlen sie mindestens 25 Cent. Diese Kosten summieren sich schnell. Die Verwendung von Ladestationen ist Hunderte Male teurer als das Aufladen eines Telefons zu Hause. Wer keinen Strom hat, hat keine Alternative. Mit Mobiltelefonen können Familien auf Dienste und Anwendungen zugreifen, die ihr Leben verbessern. Viele zahlen alles, um die Nutzung ihrer Telefone zu ermöglichen.
1 Milliarde Menschen, die in Energiearmut leben, verfügen nicht über elektrische Energie. Die gute Nachricht ist, dass die Zahl der Menschen, die ohne zuverlässigen Strom leben, seit 2016 um mehr als 200 Millionen gesunken ist. Das sind zweihundert Millionen Menschen, die jetzt nach Sonnenuntergang lernen, elektronische Geräte zu benutzen.
Wenn wir den Klimawandel stoppen wollen, müssen wir saubere Energie billiger produzieren, sie lagern und den Transport vereinfachen. Erhöhter Energieverbrauch führt zu erhöhten Treibhausgasemissionen. Einsatz von Wind und Sonne an vielen Orten auf der Welt ist für die Bekämpfung des Klimawandels von enormer Bedeutung. Netze zur Verteilung elektrischer Energie sind technisch aufwendig und teuer.
Wir möchten, dass alle – auch die Ärmsten der Welt – Zugang zu billiger, zuverlässiger Energie haben. Ich hoffe, dass Innovationen dabei helfen werden, den Weg in eine kohlenstoffarme Energieversorgung zu ebnen.