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Parteiverdrossenheit überwinden. Fehler im System

Ehrenamt, einen Traum verwirklichen. Wohin geht die Fahrt?

Ausfahrt Bahnhof Itzehoe
Nach der Kommunalwahl sind die Weichen für fünf Jahre gestellt.

 

Bürger fühlen sich wenig wahrgenommen. Zumindest in den Kommunen sind sie mit den politischen Verhältnissen unzufrieden. Worum kümmern sich Politiker? Am meisten sorgen sich Politiker um sich selbst. Der Traum, Zukunft wagen, ist neu zu  diskutieren. Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit, Anständigkeit wird wenig beobachtet. Fragen werden unzureichend beantwortet. Selbst Verluste werden blumig als Gewinn geschmückt. Worthülsen, Gerede verbergen wahre Absichten.

Missstimmungen sind die Folge. Volksvertreter entscheiden in Fraktionen, mehrheitlich. Der Bürger wird nicht gefragt. Der Bürger wird zur Marionette, zur Vorführpuppe. Seine Selbstbestimmung wird fraglich. Demokratie ist ganz anders. 

Freie Entscheidungen

Mehr als 50 Prozent der Wahlberechtigten verhält sich gegenüber Politik und Verwaltung gleichgültig oder sogar feindlich. Wie lässt sich das erklären? Eine gute politische Infrastruktur ist unerlässlich. Es kann jedem bewusst sein, dass regieren und verwalten notwendig sind. Entscheidungen für unser aller Wohl sind durch Mehrheit zu treffen. Politiker entscheiden unter Fraktionszwang.  Anwesenheit ist Mehrheit. Das Vertretungsprinzip mit Fraktionszwang findet Anwendung. Mehrheit wird fraglich, wenn mehr als die Hälfte der Bürger nicht zur Wahl geht.

Jeder ist betroffen. Betriebssysteme, Computer und Maschinen bestimmen den Alltag. Für eigene Bereiche, Mobilität, Arbeitsleben, Familie, Nachbarschaft bleibt wenig Entscheidungsfreiheit. Längst muss ich Unmengen Satzungen, Vorschriften, Gesetze mit immer ausgeprägten Details beachten. Regelmäßig gibt es doppelzüngige Bevormundung. Meinen Ideen werden Grenzen gesetzt. Menschlichkeit ist nicht berechenbar. Jmmer wieder neu ringe ich um eigene Entscheidungen.

Das Böse in der Welt besiegen

Im Staatswesen entscheiden andere für mich. Ich bin besorgt, dass mir immer mehr Entscheidungsfreiheit verloren geht. Als ich jung war dachte ich, wozu alle diese Normen und Regelungen? Wozu muss ich mich, über meine berechtigten Interessen hinaus, um meinen Nachbarn und dessen Nachbarn kümmern? Aus dem Urvertrauen meiner Kindheit rührt das Wissen, dass Menschen frei sind und mir nicht absichtlich Böses wollen. Schon in der Gemeindevertretung erlebe ich das Gegenteil.

Vertrauen in unsere Welt ist stetig gewachsen. In Deutschland hat unsere Nachkriegsgeneration, nach Zerstörung und Tod, eine fantastische, neue Welt aufgebaut. Die Folge war unermesslicher, friedlicher Fortschritt über mehr als sieben Jahrzehnte hinweg. Der Fortschritt ist gefährdet. Wer keine gute Kindheit hatte, wer Urvertrauen nicht erfahren hat, dem fehlt Vertrauen. Wie ist einem Menschen zu Mute, der kein Vertrauen hat? Lässt sich Funktion der Welt, Krieg und Frieden, mit Fehler im Betriebssystem mit Mangel erklären?

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